Der Westerwald ist für seine raue Natur bekannt, für seine Urtümlichkeit und seine Wildheit. Geographisch liegt der Westerwald in dem Dreiländereck von Hessen, Rheinland-Pfalz und Nordrhein Westfalen, westlich begrezt durch den Rhein und durch die Dill im Osten. Die südliche Grenze bildet die Lahn im Süden und im Norden die Sieg. Die Höhenzüge des Westerwaldes reichen bei der Fuchskaute bis auf eine Höhe von 657 Metern hinauf. Regionale Zentren im Westerwald sind Orte wie Altenkirchen, Montabaur oder Neuwied.
Archiv für 2012
1. Der Odenwald – Natur und Geschichte im Länderdreieck
Der Odenwald liegt im Länderdreieck von Baden-Württemberg, Hessen und Bayern. Sagenumwobene Burgen und imposante Schlösser prägen das geschichtsträchtige Mittelgebirge und bieten weite Panoramablicke.
Abwechslungsreiche Wald-, Feld- und Wiesenlandschaften, kleine Bäche und Weinberge sind die Heimat zahlreicher zum Teil seltener Pflanzen und Tiere. Dazwischen liegen idyllische Dörfer und historische Fachwerkstädtchen, in denen Restaurants zu regionalen Spezialitäten einladen.
Ein mehr als 10.000 Kilometer langes, gut markiertes Wegenetz und verschiedene thematische Routen führen durch die Region. Je nach Schwierigkeitsgrad oder Interessensgebiet sind sie als mehrtägige Wanderung, Wochenend- oder Tagestour planbar.
Es gibt umfangreiches Kartenmaterial, Angebote zum Wandern ohne Gepäck und häufig eine gute Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr, beispielsweise beim Neckarsteig und dem Burgenweg. (Mehr Infos zum Thema Wie finde ich den richtigen Wanderstiefel, hier im Blog)
2. Qualitätswanderwege
- Der Alemannenweg – Fachwerkhäuser, Burgen und Schlösser
Der gut 130 Kilometer umfassende Alemannenweg, ein Rundweg mit einigem Höhenunterschied und weiten Ausblicken, beginnt und endet in Michelstadt. Er führt über die Burgruine Rodenstein, den Kaiserturm, das Reichenbacher Felsenmeer und den Staatspark Fürstenlager mit exotischen Bäumen über den Melibokusgipfel nach Zwingenberg an der Hessischen Bergstraße. Weiter geht es vorbei an Burgen und Schlössern wie der sagenumwobenen Burg Frankenstein, dem Renaissanceschloss Lichtenberg und der Veste Otzberg.
- Der Nibelungensteig – tiefe Wälder und Panoramablicke
Der etwas kürzere, ebenfalls anstrengende Nibelungensteig bietet großartige Panoramablicke. Er führt von Zwingenberg über Burg Lindenfels zum Grasellenbacher Siegfriedsbrunnen. Von dort geht es durch tiefe Wälder ins Mossautal und nach Beerfelden, wo ein vollständig erhaltener Galgen steht. Hinter Hesseneck beginnt der fränkische Odenwald. Über Amorbach mit sehenswertem Teekannenmuseum und Quellheiligtum und die mittelalterliche Stadt Miltenberg endet die Tour in Freudenberg am Main.
- Der Neckarsteig – historische Städtchen am Fluss
Dieser Weg mit Höhen und Tiefen führt auf circa 125 Kilometern durch das romantische Neckartal. Heidelberg, weltbekannt durch die historische Altstadt und die imposante Schlossruine, bildet den Ausgangspunkt. Dann geht es über die mittelalterliche Vier-Burgen-Stadt Neckarsteinach, die Fachwerkstädtchen Hirschhorn und Eberbach nach Neckargerach. Von der Ruine der Minneburg und der Margarethenschlucht, die seltene Pflanzen und Tiere beheimatet, bieten sich schöne Blicke über das Neckartal. Weiter geht es ins historische Mosbach, das eines der schönsten Fachwerkhäuser Süddeutschlands besitzt, zur Deutschordensstadt Gundelsheim mit Wallfahrtskirche, dem Schloss Horneck und der benachbarten Burg Guttenberg, Sitz der Deutschen Greifenwarte. Die Route endet im denkmalgeschützten Bad Wimpfen, wo unter anderem eine staufische Pfalzanlage erhalten ist.
3. Weitere Wanderwege
- Der Burgenweg
In Darmstadt-Eberstadt beginnt der etwa 85 Kilometer lange, auf- und absteigende Burgenweg. Er geht anfangs überwiegend durch Wald, später meistens durch Weinberge und bietet schöne Ausblicke. Auf dem Weg zum Melibokusgipfel und dahinter liegen zahlreiche Ruinen – die sagenumwitterte Burg Frankenstein, Burg Tannenberg, das Kloster auf dem Heiligenberg, Burg Jossa, Alsbacher und Auerbacher Schloss. Vom Staatspark Fürstenlager, wo es eine Heilquelle gibt, geht es über Bensheim und die Starkenburg nach Heppenheim, dann weiter nach Weinheim, beide Städtchen besitzen zahlreiche historische Gebäude. Wieder geht es, mit Ausnahme der Wachenburg, an Ruinen vorbei – Burg Windeck, Strahlenburg, Schauenburg – zum imposanten Heidelberger Schloss, dem krönenden Abschluss.
- Der Neckarrandweg
Er ist eine Variante des Neckarsteigs von Heidelberg nach Bad Wimpfen ohne größere Höhenunterschiede.
- Die Limeswege
Es gibt zwei Limeswege mit Spuren von Kastellen und Befestigungen, einen westlichen, der im fränkischen Obernburg beginnt und über Mudau nach Neckarzimmern führt, und einen östlichen von Miltenberg nach Osterburken. Bei Würzberg und Walldürn sind noch Reste von römischen Bädern erhalten.
- Die Geopark-Pfade
Im Naturpark Bergstraße-Odenwald gibt es außerdem über 30 Geopark-Pfade, beispielsweise zu einem Hochmoor im Mossautal oder Bergbaustätten in Reichelsheim.
4. Tagestouren
Für Tagestouren gibt es viele auch mit der Bahn erreichbare Wanderwege. Beispielsweise zu Burgen um Bensheim, Michelstadt oder Hirschhorn, zur wildromantischen Wolfsschlucht bei Zwingenberg am Neckar oder von Seckach zur faszinierenden Eberstadter Tropfsteinhöhle.
Die Firma Mammut Sports Group AG aus Seon bei Lenzburg in der Schweiz feiert 2012 sein 150-jähriges Bestehen. 1862 wurde ein kleiner Handwerksbetrieb zur Herstellung von Seilen für die Landwirtschaft und andere Gewerbe von Kasper Tanner im schweizerischen Dintikon gegründet. Aus diesem Betrieb wurde ein weltweit bekanntes und führendes Unternehmen im Bereich von Seilen, Gurten und hochwertiger Bergsport- und Outdoor-Ausrüstung.
Woher kommt der Name Mammut?
Seinen Namen verdankt das Unternehmen im Übrigen einem besonders starken Seil namens ‘Mammut’. Die Marke Mammut wird 1943 eingeführt und steht seitdem für Schweizer Qualität. Heute ist die frühere Mammut AG ein Schweizer Vorzeigeunternehmen mit einem Jahresumsatz von 215 Millionen Schweizer Franken und über 300 Mitarbeitern. Man hat sich hervorragend in einem Nischenmarkt positioniert. Durch gute Qualität, ein joviales Verhältnis zu den Fachhändlern und einem sehr guten Kundenservice ist man in den letzten Jahren immer erfolgreicher geworden. Außerdem hat man die Marketing-Maßnahmen verstärkt. Neben exzellenten Katalogen zahlt sich auch die Kooperation mit Größen aus dem Bergsport und Partnerorganisationen aus. Auch die Werbekampagnen nahmen in den letzten Jahren zu.
Coole Marketingaktionen
Ein Werbecoup landete die Mammut Sports Group AG in 2006 als man mit der Kampagne rund um die 85-jährige britische Lady Mary Woodbridge zahlreiche internationale Marketingpreise gewinnt. Die Geschichte beginnt damit, dass Mary Woodbridge durch das Tragen einer Mammut-Jacke inspiriert wird, zusammen mit ihrer Dackel-Hündin Daisy den Mount Everest zu besteigen. Auf einer Internetseite wird vom vermeintlichen Training der Dame berichtet, die Geschichte breitet sich zuerst unter Alpinisten und Bergsportlern aus, danach berichten über 250 Zeitungen über die vermeintlichen Pläne der rüstigen Lady.
Dann schreitet die Mammut Sports Group AG ein und erklärt die Kampagne damit, dass deren Produkte zwar immer besser und sicherer werden, einige Kunden sich damit aber zu sicher fühlen und daher zu große und unnötige Risiken eingehen.
Aus dem einen Produkt, dem Seil, das Kasper Tanner per Hand herstellte, ist ein Produktportfolio von mehr als 650 geworden. Diese sind zum Teil durch clevere Zukäufe anderer Unternehmen hereingeholt worden.
- Bereits 1972 wurde die Walter Schwarzbach AG übernommen, die zuerst zu einem Zweigbetrieb mit Zwirnerei und Gurtweberei wird. Nach einem Jahr werden dort außer Seilen und Gurten auch Schlafsäcke, Zelte und Bekleidung hergestellt.
- Im Jahr 2000 erfolgt die Übernahme der amerikanischen Firma Climb High, ein Bergsport- und Outdoorspezialist. 2001 folgt die Übernahme des norwegischen Schlafsackherstellers Ajungilak.
- Zu dieser Zeit heißt das Unternehmen noch Mammut AG und gehört zusammen mit der Firma Toko AG, einem Produzenten vom Skiwax und Pflegeprodukten, zur Schweizer Conzzetta Holding. Mammut und Toko kooperieren ab 2002 im Bereich Vertrieb und Logistik.
- 2003 wird der Berg- und Trekkingschuhhersteller Raichle aufgekauft und die Produktpalette weiter ausgebaut.
Im gleichen Jahr erfolgt die Namensänderung von Mammut AG zur Mammut Sports Group AG.
Da die Produktpalette für Bergsportler noch nicht komplett ist, wird 2007 auch noch die Marke Lucido übernommen und damit einen Hersteller von Stirn- und Handlampen.
Dass die Mammut Sports Group AG ein außergewöhnliches Unternehmen ist, wird auch schnell klar wenn man sieht was zum 150-jährigen Jubiläum geplant und veranstaltet wird. Mit dem größten Gipfelprojekt aller Zeiten sollen 150 Berggipfel von 150 internationalen Bergsteigerteams erklommen werden.
Die Teams bestehen aus sowohl aus professionellen Bergsteigern des Mammut-Teams als auch aus ambitionierte Freizeitsportlern. Diese konnten sich im Internet bewerben und mussten dann möglichst viele Unterstützer finden, die ihnen ihre Stimmen gaben. Seit August 2011 läuft die Umsetzung Projekts mit der Erklimmung des Jungfraugipfels durch 26 Zweierteams über verschiedene Routen. Auf dem tiefer liegenden Jungfraujoch wurde gleichzeitig das Mammut Anniversary Basecamp bestehend aus 150 Zelten eingerichtet. Hier startete die Vorbereitung für die 40 internationalen Bergführer, die die Sicherheit bei den folgenden 149 Bergtouren garantieren sollen.
Passend zum Jubiläum erscheint das Buch ‘MAMMUT 150 Years – 150 Stories’. Ein Text- und Bildband über den Bergsport und die Unternehmensgeschichte von Mammut.