1. Der Odenwald – Natur und Geschichte im Länderdreieck
Der Odenwald liegt im Länderdreieck von Baden-Württemberg, Hessen und Bayern. Sagenumwobene Burgen und imposante Schlösser prägen das geschichtsträchtige Mittelgebirge und bieten weite Panoramablicke.
Abwechslungsreiche Wald-, Feld- und Wiesenlandschaften, kleine Bäche und Weinberge sind die Heimat zahlreicher zum Teil seltener Pflanzen und Tiere. Dazwischen liegen idyllische Dörfer und historische Fachwerkstädtchen, in denen Restaurants zu regionalen Spezialitäten einladen.
Ein mehr als 10.000 Kilometer langes, gut markiertes Wegenetz und verschiedene thematische Routen führen durch die Region. Je nach Schwierigkeitsgrad oder Interessensgebiet sind sie als mehrtägige Wanderung, Wochenend- oder Tagestour planbar.
Es gibt umfangreiches Kartenmaterial, Angebote zum Wandern ohne Gepäck und häufig eine gute Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr, beispielsweise beim Neckarsteig und dem Burgenweg. (Mehr Infos zum Thema Wie finde ich den richtigen Wanderstiefel, hier im Blog)
2. Qualitätswanderwege
- Der Alemannenweg – Fachwerkhäuser, Burgen und Schlösser
Der gut 130 Kilometer umfassende Alemannenweg, ein Rundweg mit einigem Höhenunterschied und weiten Ausblicken, beginnt und endet in Michelstadt. Er führt über die Burgruine Rodenstein, den Kaiserturm, das Reichenbacher Felsenmeer und den Staatspark Fürstenlager mit exotischen Bäumen über den Melibokusgipfel nach Zwingenberg an der Hessischen Bergstraße. Weiter geht es vorbei an Burgen und Schlössern wie der sagenumwobenen Burg Frankenstein, dem Renaissanceschloss Lichtenberg und der Veste Otzberg.
- Der Nibelungensteig – tiefe Wälder und Panoramablicke
Der etwas kürzere, ebenfalls anstrengende Nibelungensteig bietet großartige Panoramablicke. Er führt von Zwingenberg über Burg Lindenfels zum Grasellenbacher Siegfriedsbrunnen. Von dort geht es durch tiefe Wälder ins Mossautal und nach Beerfelden, wo ein vollständig erhaltener Galgen steht. Hinter Hesseneck beginnt der fränkische Odenwald. Über Amorbach mit sehenswertem Teekannenmuseum und Quellheiligtum und die mittelalterliche Stadt Miltenberg endet die Tour in Freudenberg am Main.
- Der Neckarsteig – historische Städtchen am Fluss
Dieser Weg mit Höhen und Tiefen führt auf circa 125 Kilometern durch das romantische Neckartal. Heidelberg, weltbekannt durch die historische Altstadt und die imposante Schlossruine, bildet den Ausgangspunkt. Dann geht es über die mittelalterliche Vier-Burgen-Stadt Neckarsteinach, die Fachwerkstädtchen Hirschhorn und Eberbach nach Neckargerach. Von der Ruine der Minneburg und der Margarethenschlucht, die seltene Pflanzen und Tiere beheimatet, bieten sich schöne Blicke über das Neckartal. Weiter geht es ins historische Mosbach, das eines der schönsten Fachwerkhäuser Süddeutschlands besitzt, zur Deutschordensstadt Gundelsheim mit Wallfahrtskirche, dem Schloss Horneck und der benachbarten Burg Guttenberg, Sitz der Deutschen Greifenwarte. Die Route endet im denkmalgeschützten Bad Wimpfen, wo unter anderem eine staufische Pfalzanlage erhalten ist.
3. Weitere Wanderwege
- Der Burgenweg
In Darmstadt-Eberstadt beginnt der etwa 85 Kilometer lange, auf- und absteigende Burgenweg. Er geht anfangs überwiegend durch Wald, später meistens durch Weinberge und bietet schöne Ausblicke. Auf dem Weg zum Melibokusgipfel und dahinter liegen zahlreiche Ruinen – die sagenumwitterte Burg Frankenstein, Burg Tannenberg, das Kloster auf dem Heiligenberg, Burg Jossa, Alsbacher und Auerbacher Schloss. Vom Staatspark Fürstenlager, wo es eine Heilquelle gibt, geht es über Bensheim und die Starkenburg nach Heppenheim, dann weiter nach Weinheim, beide Städtchen besitzen zahlreiche historische Gebäude. Wieder geht es, mit Ausnahme der Wachenburg, an Ruinen vorbei – Burg Windeck, Strahlenburg, Schauenburg – zum imposanten Heidelberger Schloss, dem krönenden Abschluss.
- Der Neckarrandweg
Er ist eine Variante des Neckarsteigs von Heidelberg nach Bad Wimpfen ohne größere Höhenunterschiede.
- Die Limeswege
Es gibt zwei Limeswege mit Spuren von Kastellen und Befestigungen, einen westlichen, der im fränkischen Obernburg beginnt und über Mudau nach Neckarzimmern führt, und einen östlichen von Miltenberg nach Osterburken. Bei Würzberg und Walldürn sind noch Reste von römischen Bädern erhalten.
- Die Geopark-Pfade
Im Naturpark Bergstraße-Odenwald gibt es außerdem über 30 Geopark-Pfade, beispielsweise zu einem Hochmoor im Mossautal oder Bergbaustätten in Reichelsheim.
4. Tagestouren
Für Tagestouren gibt es viele auch mit der Bahn erreichbare Wanderwege. Beispielsweise zu Burgen um Bensheim, Michelstadt oder Hirschhorn, zur wildromantischen Wolfsschlucht bei Zwingenberg am Neckar oder von Seckach zur faszinierenden Eberstadter Tropfsteinhöhle.
Der in Rheinland-Pfalz gelegene Naturpark Pfälzerwald ist das größte zusammenhängende deutsche Waldgebiet und bildet seit 1992 zusammen mit den benachbarten französischen Nordvogesen ein grenzüberschreitendes UNESCO-Biosphärenreservat.
In unserer heutigen Zeit offeriert das Medium Internet, aber auch der reale Markt eine facettenreiche Auswahl an unterschiedlichsten Wanderschuhen. Aber welche Kriterien und Aspekte sollten bei der Wahl des richtigen Schuhs in Betracht gezogen werden?